| Bericht zu den 7. Norddeutschen Naturfototagen vom 7. - 9. April 2006 in Waren an der Müritz (Mecklenburg) Von Christian Blumenstein |
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Zum siebenten Mal trafen sich knapp 200 Naturfotointeressierte, um ein spannendes Programm im Bürgersaal von Waren zu verfolgen. Veranstalter Erich Hoyer mit Familie und Helfern hatten die Organisation perfekt im Griff und ein überaus hochwertiges Vortragsprogramm zusammengestellt. Das recht kühle, durchwachsene Wetter machte es leicht, in heimatliche sowie ferne Gefilde auf der Leinwand zu entschwinden. Am Freitagnachmittag referierte Dagmar Gabrielle Wolf (linnea images) kompetent über den Weg zum digitalen Bildarchiv - ein Thema, welches immer stärker gefragt ist. Den Vortragsauftakt, traditionell die Vorstellung eines Schutzgebietes aus Mecklenburg-Vorpommern, machte Naturparkleiter Ulf Wigger. Er stellte den abwechslungsreichen "Naturpark Usedom" vor. Am Abend dann wurden traditionsgemäß die Ergebnisse des Diawettbewerbs juriert. Die Kategorien Pflanzen, Landschaften, Kleintiere sowie Vögel und Säuger waren von über fünfzig Fotografen beschickt worden. Die vierzig besten Bilder je Kategorie wurden projiziert und gebeamt. Die Festivalteilnehmer konnten auf ihren Stimmzetteln jeweils ihre fünf Favoriten pro Kategorie ankreuzen. Am Samstagmorgen setzte Dietmar Nill gleich höchste Maßstäbe an kreativer Tierbildgestaltungskunst. Sein Thema, "Der wilde Osten" begeisterte die Zuschauer. Herrmann Dirks zeigte seine vertonten Nordlandbilder in der "Skandinavischen Sinfonie". Die Skandinavienfans bekamen sofort Lust, wieder einmal eine Reise in die Länder der Mitternachtssonne zu unternehmen. Horst Schröder, altgedienter Warener Naturfotograf, referierte über die Möglichkeiten, als Safaritourist in Afrika zu ansprechenden Bildergebnissen zu gelangen. Eindrucksvoll konnte belegt werden, dass auch in Campnähe und mit relativ wenig Zeitaufwand gute Tierfotografie möglich ist. Wieder zurück in Europa, machte Erich Hoyer den Besuchern auf die Welt im eigenen Garten Lust und ermunterte zum Fokussieren auf kleine, verborgene und oft auch sehr spannende Motive vor der Haustür. Noch kleiner, nämlich mikroskopisch, waren die Motive von Dr. Joachim Rahn. Seine begeisterten Ausführungen über die Welt auf dem Objektivträger ließ auch die "Großwildfotografen" nicht kalt. Eine angeregte Podiumsdiskussion, auf der die Fotoexperten verschiedene Fragen zu technischen und gestalterischen Möglichkeiten beantworteten, wurden sehr gut aufgenommen. Die spannende Siegerehrung der besten Dias folge am Abend. Zahlreiche, attraktive Preise waren von den Preissponsoren ausgelobt worden. Die Kategorie Pflanzen entschied Peter Beerbaum für sich. Sein wunderbares Leberblümchen hatte sehr viele Teilnehmer überzeugt. Nach der Siegerehrung gab es noch eine Überraschung für den Veranstalter. Der Bürgermeister der Stadt Waren sowie der Vorsitzende der Warener Wohnungsgenossenschaft übergaben Erich Hoyer den mit einem Geldpreis dotierten "Kulturpreis der Stadt Waren" für die erfolgreiche Ausrichtung der Norddeutschen Naturfototage sieben Jahre in Folge. Willi Rolfes startete mit gleich zwei Vorträgen den Sonntagmorgen: Nach einem spannenden und lehrreichen Exkurs in die Farbenlehre der Natur und ihre bildnerischen Umsetzungsmöglichkeiten gab es eine Show aus dem Wattenmeer über den "Rhythmus von Kommen und Gehen". Nach dem wunderbaren Kranichvortrag aus dem letzten Jahr verzauberte Jürgen Reich mit einem exzellent bebilderten Bericht aus dem Leben und der Kinderstube der Schwarzstörche die Anwesenden. Ein Feuerwerk spektakulärer Fotos aus den schönsten Gegenden Nordwestamerikas präsentierte Silko Bednarz. Oft unter extremen Bedingungen entstanden, zählen diese Bilder zu dem Besten, was an Landschaftsfotografie dieser Gegenden bekannt ist. Thorsten Belder berichtete in seinem Vortrag "Insektenpirsch" von den vielen Anpassungen an das Leben dieser erfolgreichsten Tiergruppe der Erde, die er mit zahlreichen brillianten Makrofotos belegte. Den Vortragsabschluß gestalteten Sabine und Sidney Smith mit "Exoten aus der Unterwasserwelt". Nicht die farbenprächtigen Korallenriffe waren ihr Metier, sondern die am Grunde des Meeres lebenden skurrilen Geschöpfe aus der Tierwelt, ebenfalls Meister der Anpassung an einen ungewöhnlichen Lebensraum. Die nächsten Norddeutschen Naturfototage finden vom 30. März bis zum 1. April 2007 statt. Christian Blumenstein (GDT) |
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| Die Siegerbilder des Diawettbewerbes zu den 7. Norddeutschen Naturfototagen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streiflichter von den 7. Norddeutschen Naturfototagen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Das Programm der 7. Norddeutschen Naturfototage war: | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| * (GDT) = Mitglied der "Gesellschaft Deutscher Tierfotografen" |